Evaluierung Fallmanagement Neu im U25

Ein wesentlicher Teil des U25 ist das darin verortete Fallmanagement (FM), welches Kund:innen mit Mindestsicherungsbezug engmaschig betreut. 2025 wurde das Fallmanagement neu konzipiert und in ein allgemeines sowie intensives FM aufgeteilt. Zusätzlich gibt es in der RGS 976 auch ein extra FM für KON/SUB Kund:innen. Die Umsetzung dieser verschiedenen FM-Varianten erfolgt in den beiden RGSen 976 und 977 unterschiedlich. prospect evaluiert nun die beiden Zugänge der RGSen hinsichtlich des Fallmanagements.

Kund:in

AMS Wien

Status

laufend

Anpassung des Fallmanagements im U25 an veränderte Arbeitsmarktbedingungen

Im ursprünglichen Umsetzungskonzept des gemeinsamen Hauses von AMS Wien und MA 40 für Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahren (U25) stand für Kund:innen mit Mindestsicherungsbezug der One-Stop-Shop (OSS) mit dem darin verorteten Fallmanagement zur Verfügung. In diesem OSS sollte die engmaschige Verzahnung von Leistungserbringung von AMS Wien und MA 40 nicht nur durch aufeinander abgestimmte Hilfestellung, sondern auch durch ein individuelles Fallmanagement für Kund:innen mit Mindestsicherungsbezug sichergestellt werden.

Da sich der Wiener Arbeitsmarkt jedoch seit der Konzeptionsphase des U25 im Umbruch befindet (Fluchtbewegungen, steigende Arbeitslosigkeit) und festgestellt wurde, dass ein bloßer Mindestsicherungsbezug von Kund:innen nicht zwingend eine engmaschige Betreuung vonnöten macht, wurde 2025 im U25 das Fallmanagement Neu ausgearbeitet.
Es erfolge die Aufteilung des FM in ein allgemeines Fallmanagement und – bei Vorhandensein von mindestens drei schweren Vermittlungshemmnissen der Kund:innen – ein intensives Fallmanagement. Konventionsflüchtlinge und Subsidiär Schutzberechtigte werden in RGS 976 in einem eigenen KON/SUB Fallmanagement betreut.

Evaluationsdesign zum Vergleich der Fallmanagement-Varianten im U25

Zwischen den beiden RGSen gibt es dabei Unterschiede in der organisatorischen Umsetzung des Fallmanagements Neu.
Ziel der von prospect durchgeführten Evaluation ist es, die beiden unterschiedlichen Modelle der Ausgestaltung des Fallmanagements im U25 in den beiden im U25 verorteten RGSen miteinander hinsichtlich Effektivität und Effizienz zu vergleichen und eine Aussage darüber zu treffen, welche Vor- und Nachteile mit der jeweiligen Umsetzungsvariante verbunden sind. 

Die beiden jeweiligen Fallmanagement-Varianten in beiden RGSen werden dabei analytisch getrennt betrachtet.
Um ein tieferes Verständnis über die tatsächliche Ausformung der jeweiligen Fallmanagement-Varianten zu gewinnen, werden zunächst sowohl die Führungskräfte der einzelnen FM-Varianten interviewt als auch Fokusgruppen sowohl mit den Fallmanagement-Mitarbeiter:innen und Mitarbeiter:innen der MA 40 Sozialarbeit als zusätzliche Unterstützungsleistung für OSS-Kund:innen durchgeführt.
In einem weiteren Schritt erfolgen teilnehmende Beobachtungen der Fallmanagement-Beratung in den RGSen sowie eine kurze Befragung der Kund:innen, die im Beobachtungssetting beraten wurden. Die Analyse der Effektivität und Effizient der einzelnen FM-Varianten erfolgt mittels Datenauswertung, auf deren Grundlage schließlich Handlungsoptionen erarbeitet werden.