Bezieher:innen der oberösterreichischen Sozialhilfe in Steyr

Die Analyse untersucht, warum in Steyr überdurchschnittlich viele Personen Sozialhilfe beziehen. Verglichen werden dafür Bevölkerungs-, Arbeitsmarkt- und Angebotsstrukturen der Städte Linz, Wels und Steyr, Expert:inneninterviews mit AMS und Sozialabteilungen sowie Gespräche mit NGOs werden durchgeführt. Ziel ist es, strukturelle Faktoren und Unterschiede in der Verwaltungspraxis zu identifizieren und ihre Bedeutung für die erhöhte Inanspruchnahme von Sozialhilfe in Steyr fundiert zu bewerten.

Kund:in

Stadt Steyr

Status

laufend

Steyer hat einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Sozialhilfebezieher:innen

In Steyr liegt der Anteil der Sozialhilfebeziehenden seit Jahren über dem Durchschnitt Oberösterreichs sowie über jenem der Städte Linz und Wels. Auch die Arbeitslosenquote ist traditionell höher. Diese seit langem bekannten Auffälligkeiten werfen für die Stadt Steyr die Frage nach ihren Ursachen auf und bilden den Ausgangspunkt für die vertiefende Analyse.

Das Kund:innenanliegen besteht darin, die Ursachen für den seit Jahren überdurchschnittlich hohen Anteil an Sozialhilfebeziehenden in Steyr besser zu verstehen. Ziel ist es, fundiert zu klären, welche strukturellen Faktoren (Bevölkerung, Arbeitsmarkt, Angebotsstruktur) und/oder welche verwaltungspraktischen Unterschiede zur erhöhten Inanspruchnahme beitragen, um darauf aufbauend künftige Maßnahmen und Entscheidungen gezielter treffen zu können.

Ein Vergleich mit anderen Städten soll die Gründe dafür liefern

Wir vergleichen zunächst die Struktur der Sozialhilfebeziehenden in Steyr, Linz und Wels. Darauf aufbauend werden zentrale bevölkerungs-, arbeitsmarkt- und branchenbezogene Unterschiede der drei Städte analysiert. Ergänzend führen wir Expert:inneninterviews mit Vertreter:innen des AMS Oberösterreich. Anschließend sollen die relevanten Stationen der Inanspruchnahme von Sozialhilfe aus Sicht der Betroffenen erarbeitet und dazu auch Sozialabteilungen sowie NGOs in den drei Städten befragt werden. Abschließend werden alle Ergebnisse in einer Gesamtanalyse zusammengeführt.