Externe Evaluationsleistung Open Innovation in Science Impact Lab „Caring Communities for Future”
prospect trug im Auftrag der Ludwig Boltzmann Gesellschaft mittels Interviews und Fokusgruppen zur Evaluation von fünf transdisziplinären Projekten bei, die mittels partizipativer Methoden zur Entwicklung innovativer Ansätze und Zukunftsperspektiven für die langfristige Verankerung sorgender Gemeinschaften in Österreich beitragen sollten.
OIS Center der Ludwig Boltzmann Gesellschaft – Österreichische Vereinigung zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung
abgeschlossen
Forschungsprojekte tragen zur Entwicklung innovativer Ansätze bei
2022 wurde von der Ludwig Boltzmann Gesellschaft in Kooperation mit der Gesundheit Österreich GmbH das Open Innovation in Science (OIS) Impact Lab „Caring Communities for Future“ gegründet. In diesem Rahmen wurden bis Dezember 2024 fünf transdisziplinäre Forschungsprojekte mit je unterschiedlichen Schwerpunkten gefördert, die mittels partizipativer Methoden zur Entwicklung innovativer Ansätze und Zukunftsperspektiven für die langfristige Verankerung sorgender Gemeinschaften (Caring Communities) in Österreich beitragen sollten.
prospect evaluierte Sichtweisen von verschiedenen Akteur:innen
Im Rahmen der angebotenen Evaluationsleistungen sollten die Erfahrungen und Sichtweisen von Bürger:innen/Lebensweltexpert:innen sowie lokalen Akteur:innen, die an einem oder mehreren der genannten Forschungsprojekte teilnahmen, erhoben werden. Konkret sollten
- durch die Projekte angestoßene Veränderungen in der Sorge- und Beteiligungskultur,
- Perspektiven für den Fortbestand der Projekte und für die zukünftige Nutzung der erarbeiteten Inhalte sowie
- die Umsetzungserfahrungen der teilnehmenden Bürger:innen/Lebensweltexpert:innen eruiert werden.
Um Einblick in die Sichtweisen und Erfahrungen der an den Projekten teilnehmenden Bürger:innen/Lebensweltexpert:innen zu erlangen, wurden
- Telefoninterviews durchgeführt
sowie - Fokusgruppen mit teilnehmenden Bürger:innen/Lebensweltexpert:innen, lokalen Akteur:innen sowie Projektverantwortlichen realisiert.
So konnten detailliertere Einblicke in deren Erfahrungen erlangt werden.
Alle evaluierten Projekte wurden positiv bewertet
Die Interviews und Fokusgruppen zeigen eine durchgehend positive Bewertung der fünf evaluierten Projekte. Besonders hervorgehoben wurden Wertschätzung, Kommunikation auf Augenhöhe sowie die professionelle und vertrauensvolle Begleitung der Teilnehmenden – Faktoren, die wesentlich zur gelungenen Einbindung von Lebensweltexpert:innen beitrugen. Bemerkenswert ist, dass auch schwer erreichbare Gruppen aktiv beteiligt werden konnten, was auf die kreativ und zielgruppenorientiert gestalteten transdisziplinären Ansätze zurückgeführt werden kann.
Mit den Projekten wurden erste wichtige Schritte zur Stärkung einer Sorgekultur gesetzt, deren langfristige Etablierung jedoch verlässliche Strukturen und finanzielle Ressourcen erfordert. Die enge Kooperation von Wissenschaft und Praxis erwies sich als gewinnbringend, wenngleich anspruchsvoll, und führte zu praxisnäheren Forschungserkenntnissen. Lebensweltexpert:innen berichteten von gestärktem Gemeinschaftsgefühl, neuen Kontakten, persönlicher Ermutigung sowie emanzipatorischen Effekten. Insgesamt wurden die Projekte als bewusstseinsbildend, vernetzungsfördernd und nachhaltig wirksam beschrieben.